Aquarell: Die magische Vogelfeder

Du siehst eine Vogelfeder in Aquarell Technik von dodo Kresse Wie malt man eine Vogelfeder?

Aquarell: Vogelfeder als fragilie Magie

Was ist eigentlich eine Vogelfeder? Und was hat das mit Magie zu tun? Wikipedia sieht es allzu sachlich: Federn sind von der äußeren Haut der Vögel gebildete, im fertigen Zustand leblose Strukturen aus Keratin, die zusammen als Federkleid die wesentliche äußere Oberfläche bilden. Ich hingegen sehe es poetischer: Federn als fragile, zauberhafte Gebilde, die Vögeln das Gleiten über die Wiesen und Berge ermöglichen. So zart und leicht und dennoch so kräftig, um diese Tiere mühelos in der Luft zu halten. Schiere Magie!

Und weil ich Federn so faszinierend finde, hier ein besonderes malerisches Rendezvous mit einer Feder, diesmal in einem zarten Blauton. Du brauchst dazu etwa eine Stunde Zeit, Aquarellpapier, Aquarellfarben, Maskierflüssikeit, einen dickeren und einen dünnen Pinsel, Bleistift, Wasser, ein Malfetzerl und: gute Laune! 😉

Schritt 1: Musterhafte Vorzeichnung in Bleistift

Die mit Bleistift (Härte HB) vorskizzierte Feder mittels Maskierflüssigkeit mit indianischem Muster versehen.

Du siehst wie die Maskierflüssigkeit auf die Vogelfeder Vorzeichnung aufgetragen wird.
Maskingfluid entweder mit einem feinen Pinsel oder mit dem Ende des Pinselstiels auftragen.

Schritt 2: Helles Ultramarinblau für die Spitze der Vogelfeder

Ich habe für das Aquarell Vogelfeder kühles Cölinblau mit strahlendem Ultramarinblau gemischt und viel Wasser dazugemischt, um ein ganz helles Blau zu erhalten. Sobald die Maskierflüssigkeit trocken ist, kannst du eine zarte Aquarell Schicht darüberlegen.

Du siehst wie Dodo die erste Lasur mit der Aquarellfarbe Ultramarinblau anlegt.

Schritt 3: Blaue Lasuren für das Aquarell Vogelfeder

Sobald die erste Lasur getrocknet ist, kannst du den Federkiel in blau und ocker anlegen. Wo sich die beiden Farben überlagern, entsteht ein sanftes Grün. Nun legst du die zweite Lasur in dunklerem Blau über die erste. Mische verschiedene Blautöne ein, bis es dir stimmig erscheint.

Du siehst hier wie Dodo mit dem Aquarellpinsel die zweite Lasur anbringt

Schritt 4: Letzte Schritte

Sobald alles trocken ist, Ungeduldige nehmen einen Haarfön zuhilfe, kannst du die getrocknete Maskierflüssigkeit wegrubbeln. Warte bitte unbedingt, bis die Aquarell Farbe trocken ist, sonst verwischt du all die schönen Musterungen. Das ist dann kaum wieder gut zu machen.

Du siehst wie Dodo den Rubbelkrepp vom Aquarellpapier rubbelt.

Aquarell-Quicktip: An und für sich entsteht Weiß beim Aquarellieren ausschließlich dadurch, dass kein Hauch Farbe diese Stelle auf dem Papier berührt. Da ich aber ein Fan von Mixed Media bin und Dogmen nicht so besonders mag, verwende ich trotzdem ab und zu (passionierte Aquarellkünstler bitte Augen zuhalten!) einfach Deckweiß, um etwaige Fehler auszubessern. Hier erschien es mir harmonischer, eine zusätzliche Weißfläche einzubauen und: es tat gar nicht weh! 😉

Jetzt aber viel Spaß beim Malen mit Aquarellfarben!

Deine Dodo