Kreativ Leben: wie geht das eigentlich?

Du siehst ein abstraktes Aquarell von Dodo Kresse Wie fühlt er sich an, der Flow?

Die Inspiration einladen

Die ganze Zeit voll coole Sachen machen – wie wäre das? Du hast es eigentlich in der Hand. Streich das „eigentlich“ und finde dich damit ab, dass du es tatsächlich in der Hand hast. 😉 Kreativität wohnt in allen von uns. Wir müssen ihr nur ein behagliches Nestchen bauen. Womit? Die besten Baumaterialien für das kreative Kuschelnest sind:

Mut – und alles fließt

Ich schreibe dieses Wort Mut nicht aus Jux an die erste Stelle, denn ich glaube tatächlich, dass es die beste Basis für alle kreativen Projekte ist. Angst ist wahrscheinlich die größte Fußfessel aller, die lieber im Gewohnten daheimbleiben, als in die wunderbare Welt der Farben, Formen und köstlichen Ausdrucksmöglichkeiten künstlerischen Schaffens einzutauchen. Du brauchst kein berühmter Künstler zu sein, um die Freude an gelungenen Arbeiten auskosten zu können. Im Gegenteil, genieße die Möglichkeit, abseits aller verkaufsrelevanten Bedingungen deinen kreativen Eingebungen zu folgen,  mit leicht tänzelndem Schritt und dem dir eigenen Tempo. Nichts drängt dich, niemand will etwas von dir, keiner verlangt etwas von dir oder braucht etwas – du bist vollkommen frei und ungebunden – hier im Reich deiner eigenen Kreativität. Ist das nicht wunderbar?

Träumen und revoltieren

Du siehst ein Foto von einem Mädchen, das gerade fotografiert.
Gib dem kreativen Moment eine Chance, dass er dich auch findet

Du brauchst keine Angst zu haben, nicht zu genügen, keinen künstlerischen Strich zu haben, nicht gut genug malen zu können, nicht kreativ genug zu sein, niemals an die Spitze zu kommen. All diese verkopften, verängstigten Überlegungen treiben Madame Inspiration immer weiter von dir weg. Sie mag keine Angsthasen, sie liebt die Leidenschaftlichen. Und sie kennt dich in und auswendig. Vergiß das Vergleichen mit anderen, das Taxieren deiner Ergebnisse anhand rationaler Werte. Vertrau auf deinen Instinkt. Denn die Kreativität wohnt längst in dir. Du bist mit ihr auf die Welt gekommen. Und könntest du dich gut genug an deine Kindheit erinnern, dann würdest du dich ihrer auch ganz bestimmt erinnern können. Sie ließ dich die schönsten Träume träumen, die tollsten Abenteuer erleben und mit ihr Hand in Hand hast du die aufregendsten ersten Male erlebt. Gönn dir ein bisschen Laissez-faire, ein bisschen revoluzzerisches Aufbegehren und eine Prise Träumerei. Nein, faul sollst du nicht sein, sondern ruhig. gelassen und aufmerksam. Du brauchst einen wachen Geist: denn die Inspiration wartet überall. Im Alltäglichen findest du die ausgefallensten Inspirationen: dem ungewöhnlich rauen, haifischgrauen Stein am Feldweg, der die Form eines Segelbootes hat; der Wolke, die mit schwefelgelben Zacken und dunklem Bauch über deinem Haus hängt; dem alten Nachbarn, der mit seinem Hund nach Hause trottet. Lass deine Phantasie von der Leine und warte, was passiert.

Fleiß und Geduld  – ein altmodisches Pärchen

Ja, und es ist auch kein Zufall, dass diese unmodernen Begriffe an zweiter Stelle stehen, denn ohne Fleiß und Geduld wird gar nichts passieren. Ohne Anfangen kein Fertigwerden, ohne Durchhalten kein Ergebnis. T.U.N. heißt Trägheit unermüdlich negieren. (Nicht zu verwechseln mit der oben erwähnten Träumerei, ohne die du dich bald ausgebrannt und leer fühlen würdest!) Der erste Versuch eines Bildes oder sonst einer kreativen Tätigkeit wird dich nicht vom Hocker hauen. Wieviele Bilder mit braunmatischigen Farben habe ich schon in den Papierkorb geworfen? Viele! Aber das macht nichts – wenn die ersten fünf nichts werden, so wird das sechste Bild endlich gelingen oder das einundfünfzigste. Es ist gleichgültig, wieviele Versuche nötig sind. Wenn du geduldig weitermachst, dann wird es eines Tages gelingen. Und bis dahin sei so geduldig wie kannst, es wird sich lohnen.

Bewegung – dein Körper ist dein wahres Zuhause

Du siehst ein Foto einer Frau, die auf einem Berggipfel steht
Lass deinen Körper kreative Aufregungen spüren!

…zumindest, solange du auf dieser Erde wandelst. So wichtig wie Stille, Einkehr, Träumerei und Innenschau sind, so bedeutungsvoll ist auch Bewegung für ein ausbalanciertes, kreatives Leben. Deine Kreativität will mit dir laufen, springen, tanzen, singen, sich in deinem Körper pudelwohl fühlen. Ob du Yoga machst, Laufen, Bergwandern, Tanzen oder Schlittschuhlaufen gehst, Hauptsache, du bringst dich in Schwung und bekommst den Kopf frei. Vor dem Malen oder Zeichen ein paar Schüttel-Übungen, ein Abtanzen zu deinem Lieblingslied oder genußvolle Dehn-Übungen – du wirst sehen, deine Projekte laufen glatter, klarer, leichter und fröhlicher.

Kreativ leben – gesund leben

Du siehst das Foto eines Kürbis, den eine Frauenhand hält
Lebendige Nahrung für ein buntes Leben

Deine Kreativität will in einem gesunden Nest wohnen. Sorge dafür, dass sie sich wohl fühlt bei dir. Das tut sie, wenn du gut für dich sorgst. Selbstfürsorge heißt das Zauberwort. Iss gesunde Dinge, die zauberhaft aussehen. Liebe – lebendiges Essen, frisches Gemüse, knackiges Obst und kehre der Mikrowelle den Rücken. Gönne dir Spaziergänge an der frischen Luft, Massagen und trinke viel Wasser. Alles gehört zu deinem Sein, zu deinem kreativen Leben dazu – nichts ist unwichtig. Und sorge dafür, dass deine Freundschaften lebendig bleiben, auch das hält deine Kreativität wach und voller Harmonie.

In meinem nächsten Artikel erzähle ich dir mehr davon…bis dahin alles Liebe und stay creative wherever you are!

Deine Dodo